Eigentlich halte ich mich für einen wirtschaftlich gebildeten Menschen. An einer Sache aber, das muss ich ehrlich zugeben, scheitere ich. Ich kann weder mir noch einer anderen Person erklären, dass Stammkunden anscheinend so überhaupt keinen Wert für Unternehmen haben. Weiterlesen…
Lieber Herr Google,
da hast du dir eine schöne Suppe eingebrockt. Wir haben das sogenannte Sommerloch. In der Politik passiert nix, Fußball geht erst am Freitag los. Nur die Flutkatastrophe in Pakistan beschäftigt uns. Kurzum: Wir Deutschen haben gerade genug Zeit, um irgendwelchen Unsinn auszuhecken. Und was machst du? Du kündigst Google-Streetview an. Weiterlesen…
Seit 2009 gehöre auch ich zu stark wachsenden Zahl der Apple-Nutzer. Ich bin stolzer Eigentümer eines MacBooks, auch einen iPod touch habe ich mir zugelegt. Irgendwann werden – vielleicht – ein iPhone und ein iPad folgen. Aber eines weiß ich genau: Ich werde niemals ein Apple-Jünger. Weiterlesen…
Microsoft macht jetzt Ernst. Chef Steve Ballmer höchstpersönlich reiste zur Mobilfunkmesse nach Barcelona, um das neue Hand-Betriebssystem Window Phone 7 zu präsentieren. Endlich will man mit der Konkurrenz auf Augenhöhe agieren. Und in der Tat. Der Redmontoner Konzern erntete viel Lob von den Fachbesuchern. Weiterlesen…
Ich habe wirklich Angst. Was wird jetzt aus Saab? Ich stehe irgendwie auf diese Marke, auch wenn ich selbst keinen Saab fahre. Und mir graut es davor, dass GM die Marke abwickeln könnte, wenn sich nicht schnell ein Käufer findet. Saab – das ist innovative Technik aus Schweden. So ist es zumindest in meinem Kopf verankert. Und einst war es auch so. Allerdings gehört das in Zeiten der Globalisierung längst der Vergangenheit an. Die Entwicklung der Fahrzeuge war alles andere als innovativ. Saab musste sich den Vorwurf gefallen, einige Trends verschlafen zu haben. Zuletzt galt die Modellpalette als veraltet. Nächste Frage: Warum soll ich mir einen Saab kaufen, wenn da ein Opel-Motor unter der Haube brummt? Glücklicherweise hat die Traditonsfirma zuletzt Pluspunkte sammeln können. Die Vorstellung des neuen Hoffnungsträgers 9-5 sorgte für viel Aufsehen.
Außerdem will ich weiterhin daran glauben, dass Saab innovative Technik aus Schweden bietet. Und so hoffe ich, dass Ex-MAN-Chef Haakan Samuelson und sein schwedisches Inverstorenkonsortium den derzeitigen Bieterstreit gewinnen. Das wird noch am ehesten schwedisch. Und wer will schon, dass Formel-1-Chef Bernie Ecclestone oder gar der niederländische Sportwagenhersteller “Sypker Cars” das Ruder übernehmen.
Tipp: Wer kein Geld hat, um sich einen zu kaufen, kann Saab auch so retten
Das wird ja noch spannend. Nachdem GM den Verkauf von Opel gestoppt hat, geht jetzt der Kampf um die Standorte los. Alle – so viel steht wohl fest – können nicht erhalten werden. Wer muss also dran glauben? Wird einer der vier deutschen Standorte geschlossen? Oder muss gar das Werk im belgischen Antwerpen schließen? Bei diesen Diskussionen kommen natürlich auch die Zuschüsse ins Spiel. Immerhin haben sich EU-Vertreter und Wirtschaftsminister darauf geeinigt, einen Subventionswettlauf vermeiden zu wollen. Mal sehen, was daraus wird. Immerhin geht es um viele tausend Jobs (und auch Wählerstimmen). Da kann man schon mal ein Versprechen brechen.
Wie Opel saniert werden soll, weiß wohl keiner genau. Bekommt das Traditionsunternehmen gar eine andere Ausrichtung und setzt auf andere Strategien? Ob GM Opel sanieren kann, bleibt abzuwarten. Ich halte den Konzern nach wie vor für ein bürokratisches Monster. Die Strukturen sind verkrustet, der Laden ist einfach viel zu groß, um da mal fetzige Konzepte schnell umzusetzen.
Nun ist es amtlich: Nach knapp 18 Jahren räumt Porsche-Chef Wendelin Wiedeking seinen Stuhl. Für mich waren seine letzten Wochen eher eine traurige Veranstaltung – wie diese ganze Porsche-VW-Übernahme-Nummer. Immerhin hat sie einigen zu aberwitzigen Gewinnen verholfen.
Wiedeking hat binnen 18 Jahren dem einst schwer angeschlagenen Autobauer zu neuem Glanz verholfen. Das kann niemand bestreiten. Dass er jetzt eine Baustelle hinterlässt, ist für mich das Paradebeispiel menschlicher Gier.
Irgendwann haben Unternehmensberater und Investmentbanker Wiedeking vorgerechnet, was eine VW-Übernahme kosten würde. Das schien (damals) bezahlbar, obwohl das ganze Modell von Anfang an auf tönernen Füßen stand. Die Nummer ging schief, Porsche steht vor einem Schuldenberg. Aber was ist das auch für eine Rechnung. Warum muss eine “kleine” schwäbische Sportwagenschmiede einen der größten Autohersteller der Welt übernehmen? Was für ein Unsinn ist das? Zusammenarbeiten kann man auch ohne Übernahme, dass haben Porsche und VW schon in der Vergangenheit bewiesen. Der Käfer ist ja eigentlich auch ein Porsche.
Ich finde es irgendwie lustig, dass die Menschen es nie lernen. Für Investmentbanker und Unternehmensberater gilt das übrigens ganz besonders
. Oder gilt jetzt etwa: “Hinterher ist man immer schlauer?” Neeeeee!
Bis jetzt sieht es ja ziemlich düster aus für die Zukunft des Arcandor-Konzern. Der Bund hat bisher alle Notkredite bzw. Bürgschaften abgelehnt und Nachbesserung gefordert. Lohnt sich das eigentlich? Unabhängig davon, dass auch Quelle und Thomas Cook zu dem Konzern gehören. Frage ist halt, welche Zukunft Karstadt-Häuser haben. Ja, es geht um viele Arbeitsplätze. Aber ist dieses Warenhaus-Konzept nicht einfach zum Scheitern verurteilt. Toll ist, das man alles bekommt. Aber die Riesen-Fachmärkte hinterlassen Spuren. Elektronik kauft man bei MediaMarkt oder Saturn, darüber hinaus gibt es inzwischen Riesenmärkte für Kleidung, Fahrräder, Bücher und, und, und.
Bleiben eigentlich nur noch Süßwaren, Kochtöpfe und Kurzwaren. Das ist für einen Kredit in dreistelliger Millionenhöhe eigentlich ein bisschen wenig. Gerade kleine Karstadt-Häuser sehen manchmal aus wie Ramschläden. Veraltet, schlechte Auswahl – so will man heute nicht mehr einkaufen.
Nach Microsoft wollen nun auch Russen ein Stück vom großen Facebook-Kuchen abhaben. Für 200 Millionen Dollar steigt das Moskauer Unternehmen “Digital Sky Technologies” bei der Social-Networking-Platfform ein. Dafür bekommen die Russen zehn Prozent der Anteile. Somit ist das Unternehmen Facebook rein rechnerisch 10 Milliarden Dollar wert. Und irgendwann findet sich auch einer, der eine Idee hat, wie Facebook eigentlich Geld verdienen soll. Davon bin ich überzeugt
Nur rund 50.000 in Deutschland, aber angeblich sechs Millionen in der Welt zwitschern inzwischen. Zwitschern? Ja, sie nutzen den gehypten Internetdienst Twitter (im Deutschen: zwitschern). Dieser Dienst erlaubt es, Kurznachrichten (maximal 140 Zeichen) per Internet oder Handy an Freunde zu versenden. Eine tolle Sache. So kann man vielsagende Nachrichten wie “Habe Zahnschmerzen …” und “Auto springt nicht an!” über den gesamten Globus pusten. Und jeder, der die Nachricht abonniert hat, bekommt sie auch. Übrigens: Abonnenten heißen bei Twitter “Follower”.
Allerdings gibt es auch ernsthafte Anwendungen: Dell macht Werbung über Twitter, Mitarbeiter von Sun sollen sogar Projekte über den Dienst koordinieren. Unter Internetaffinen ist Twitter der letzte Schrei. Von Killerapplikationen ist da die Rede, angeblich sollen Facebook und Google an einer Übernahme interessiert sein.
Dabei hat das gehypte Start-Up nicht mal ein Geschäftsmodell. Über 50 Millionen Dollar Risikokapital haben die Gründer bisher bekommen. Sie haben es geschafft, 50 Millionen einzusammeln (eine 5 mit sieben Nullen) – ohne einen Businessplan vorzulegen. Das ist ein beeindruckende Leistung. Bleibt zu hoffen, dass ein Teil des Geldes in die technischen Infrastruktur investiert wird. Der Dienst in oft nicht zu erreichen. Hype, Risikokapital, Killerapplikation – spielt eigentlich keine Rolle. Twittern macht Laune …