Lösungen zur Finanzkrise: Bankrun 2010
Auf (und neben) dem Fußballplatz sorgte er Furore, nun macht Eric Contona auf Zorro und spielt den Rächer der Geknechteten. Mit seinem Aufruf zum “Bankrun 2010” will der französische Ex-Fußballer dem Bankensystem einen Denkzettel verpassen. Die Idee ist simpel: Am 7. Dezember sollen “drei bis zehn Millionen Menschen” ihr Geld von der Bank abheben und das System damit ins Wanken bringen. Klasse! Wir legen uns also unsere Moneten unter das Kopfkissen und können den fiesen Bankern zeigen, wo der Hammer hängt. Irgendwie stören mich an der Aktion ein paar Dinge.
1) Wenn am 7.12. Millionen ihr Geld abheben, werden sich vor den Banken lange Schlangen bilden. Ich finde ja, es ist draußen zu kalt, um dem Aufruf eines durchgeknallten Ex-Fußballers zu folgen.
2) Bei aller berechtigter Kritik an dem Bankensystem dürfen wir eines nicht vergessen: Die Schuldigen an der Finanzkrise sitzen nicht nur in den Banken. Menschen sind gierig und spekulieren. Das System kann nur funktionieren (oder aber versagen), weil jeder nach einer möglichst hohen Rendite strebt. Die meisten geben sich halt nicht mit Micky-Maus-Zinsen ab, auch ein millionenschwerer Ex-Profi nicht.
Zumindest konnte Eric Cantona mit dem Aufruf für reichlich Theater sorgen. Ich bin ja mal gespannt, ob seine Anhänger die Aktion bis zum 7.12. nicht schlichtweg vergessen haben.
zu kalt … o mann sorgen kann man haben